HANNS-PETER COHN, VITRA


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CEO von Vitra,
Weil am Rhein/DE





Vitra
Vitra Design Museum











Der internationale Ruhm von Vitra beruht auf der Verbindung der kulturellen Dimension des Designs mit der kaufmännischen Kraft, diese auf dem Markt durchzusetzen.

1934 wurde von Willi Fehlbaum das Unternehmen zunächst als Ladenbauer gegründet. Eine Amerikareise brachte Willi Fehlbaum mit den Entwürfen von Charles und Ray Eames und George Nelson in Berührung, die ihn begeisterten und die er seit 1957 in Lizenz herstellt und somit das Projekt Vitra initiiert wurde. Mit Leidenschaft und Pioniergeist werden seitdem Möbeln im Allgemeinen und Stühle im Besonderen gemeinsam mit selbstständigen Designern in Birsfelden entwickelt. 1977 übernahm Rolf Fehlbaum die Leitung des väterlichen Unternehmens, das er systematisch zu einem der führenden europäischen Möbelunternehmen ausbaute. Er setzte die intensive Zusammenarbeit mit bedeutenden Designern und Architekten fort, suchte dabei immer nach neuen Lösungen im Bereich der Büro- und Wohnmöbel. Der Erfolg der kaufmännischen Seite des Vitra Unternehmens ist unter anderem auch dem geschickten Geleit Hanns-Peter  Cohns zu verdanken.

Von 1984 bis Ende 1998 arbeitete Hanns-Peter Cohn als Geschäftsführer Marketing und Vertrieb am Projekt Vitra mit. 1998 wechselte er als CEO zu Leica, mit dem Ziel den kriselnden Kamerahersteller in ein ruhigeres Fahrwasser zu führen. Zur Stabilisierung trugen u.a. das Joint Venture mit Panasonic, sowie die Partnerschaft zu Hermès, Paris, als grössten Shareholder bei. 2005 kehrte Hanns-Peter Cohn als CEO zu Vitra zurück und Rolf Fehlbaum übernahm den Vorsitz im Verwaltungsrat.

Nach einem Grossbrand 1981 geht Vitra mit der eigenen Architektur bewusst um. Das Unternehmen beauftragte den englischen Architekten Sir Nicholas Grimshaw mit dem Wiederaufbau des Gebäudes und anschliessend mit der Entwicklung eines Masterplans für das Gelände. Der diesbezügliche Diskurs war Auslöser für ein neues Architekturkonzept: Unterschiedliche, aber nicht beliebige Architekturen sollten aufeinander treffen und diesen Ort durch Vitalität und Unverwechselbarkeit auszeichnen. So kam es, dass neben Sir Grimshaw weitere illustre Architekten wie Frank O. Gehry, Tadao Ando, Zaha Hadid und Alvaro Siza auf Einladung von Firmen-Chef Rolf Fehlbaum bedeutende Entwürfe realisieren durften. Diese einzigartige Dichte und Qualität der hier auf kleinem Raum versammelten Bauten ist Grund, dass sich das Firmenareal in den letzten eineinhalb Jahrzehnten zu einem Mekka von Architektur- und Designliebhabern aus der ganzen Welt entwickelt hat. Dem grossen öffentlichen Interesse an den Bauten auf dem Vitra Firmengelände entspricht das Vitra Design Museum durch regelmässig und in vielen Sprachen angebotenen Architekturführungen. Heute ist das 1989 eröffnete Vitra Design Museum eine weltweit agierende Kulturinstitution, die massgeblich zur Erforschung und Popularisierung von Design beigetragen hat. Seine Wanderausstellungen werden in Museen weltweit gezeigt. Im Jahre 2000 wurde eine Dependance in Berlin eröffnet.

Vitra gehört zu den Pionieren, die Branding durch Architektur und Design erfolgreich auf höchstem Niveau zelebrieren, sowohl nach aussen als auch nach innen.

Vitra
Vitra Design Museum

Stand: 27.5.2008


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