JÜRGEN MAYER H.


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Architekt, Berlin







Architekturbüro Jürgen Mayer H.










© Bild: Lorenz Cugini



Das Architekturbüro JÜRGEN MAYER H. wurde 1996 von Jürgen Mayer H. in Berlin gegründet und hat sich auf Projekte im Grenzbereich von Architektur, Kommunikation und Neue Technologien spezialisiert. Jürgen Mayer H.'s Interesse gilt der Schaffung von Raum, das Spektrum reicht dabei von Installationen über Ausstellungsdesign bis hin zu städtebaulichen Entwürfen und Landschaftsarchitektur. Mit seinem Team erarbeitet und realisiert er Projekte, in denen eine multidisziplinäre Raumforschung zum Verhältnis von Körper, Natur und Technologie Ausdruck findet. Wichtige Aspekte ihrer Projekte sind der Einsatz intelligenter Technologien, interaktive Medien und die Erforschung neuster und responsiver Materialien.

Aktuelle Projekte sind der Bürokomplex Cicha Street in Warschau (2007-2009), das Bürohaus S11 in Hamburg (2006-2008) oder das Danfoss Universe, ein Food Factory and Curiosity Center in Nordborg, Dänemark (2005-2006). Zu seinen aktuell wichtigsten Bauten dürfen sicher der Neubau der Mensa der Universität Karlsruhe (Eröffnung 2006) und das Metropol Parasol - die Neugestaltung der Plaza de la Encarnacion in Sevilla - gezählt werden. Die Stadt Sevilla rief zu einem städtebaulichen Wettbewerb auf, es sollte eine neue Markthalle geschaffen werden, in der die historischen Ausgrabungen bedeutender Reste einer römischen Kolonie integriert werden konnten und die gleichzeitig die Belebung der Plaza de la Encarnacion erlauben würde. Das Konzept von Jürgen Mayer H.’s Metropol Parasol sieht einen Komplex über vier Ebenen vor, wobei im Untergeschoss ein offenes Museum entsteht, welches von der neuen Markthalle aus, durch Glasbauelemente im Boden, Einblicke auf die archäologischen Funde gewährt. Darüber, auf einem erhöhten Platz, liegt eine Veranstaltungsfläche, die durch die aufsteigenden Schirme der pilzförmigen Parasole tagsüber beschattet wird. Ganz oben, in den geöffneten Schirmen, auf der Höhe der umgebenden Dachkanten, entstehen ein Café sowie ein Panoramaweg, von dem aus die Altstadt von Sevilla betrachtet werden kann. Der Architekt Jürgen Mayer H. verwandelt mit seinem pilzartigen Metropol Parasol, der Restaurants und Geschäfte beherbergt, die Plaza de la Encarnacion in eine Touristenattraktion. Durch diese aussergewöhnliche Konstruktion erhält Sevilla ein neues Wahrzeichen inmitten der mittelalterlichen Altstadt. Der Bau soll Anfang 2009 fertig sein. Auch in diesem Projekt kommt seine aussergewöhnlich sensible und zugleich poetische Auseinandersetzung mit Raum und Materialien zum Ausdruck. Seine Entwürfe haben jeweils einen klaren, starken Charakter und fügen sich wohltuend in der bestehenden Landschaft ein, ohne „schreierisch“ zu wirken.

Jürgen Mayer H. studierte Architektur an der Universität Stuttgart, an der Cooper Union in New York und an der Princeton University in New Jersey. Seine Arbeiten sind vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem 2003 mit dem Mies van der Rohe Preis für Nachwuchsarchitekten für sein 2002 fertig gestelltes Stadthaus im Scharnhauser Park in Ostfildern, mit dem Contractworld Award in den Jahren 2003 (für Stylepark Lounge) und 2004 (für Pixy) und mit dem Holcim Award 2005 Bronze Europe für nachhaltiges Bauen für das Metropol Parasol. Seine Werke wurden mehrfach veröffentlicht, weltweit ausgestellt, und sind Teil namhafter Sammlungen, einschliesslich des Museum of Modern Art New York, des Museum of Modern Art San Francisco und den Staatlichen Museen zu Berlin.

Jürgen Mayer H. unterrichtete unter anderem an der Graduate School of Design der Harvard University, an der Architectural Association School in London und an der Columbia University in New York. Im Sommer 2006 dozierte er an der Metropolis in Barcelona und im Frühling 2008 wird er an der Toronto University Gastvorlesungen abhalten.

Architekturbüro Jürgen Mayer H.

Stand: 27.5.2008
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