FERNANDO MENIS, MENIS ARQUITECTOS


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Architekt und Urbanist,
Santa Cruz de Tenerife, Spanien






Menis Arquitectos










© Bild: Torben Eskerod


Der in Santa Cruz de Tenerife geborene Fernando Menis studierte Architektur und Stadtplanung an der ETSA in Barcelona. 1981 gründete er mit Felipe Artengo Rufino und José María Rodríguez Pastrana Malagón unter dem Namen Artengo, Menis, Pastrana ein Büro, das ab 1992 AMP ARQUITECTOS hiess. 2004 und 2005 gewann Fernando Menis mit seinem neuen unabhängigen Studio MENIS ARQUITECTOS erste Preise in diversen Wettbewerben u.a. für den Park Cuchillitos de Tristan, für 55 Sozialwohnungen in La Laguna (beides auf Teneriffa) und für die Sanierung des historischen Zentrums von Agulo und Vallehrmoso auf der Insel La Gomera. Des Weiteren umfasst sein Werk u.a. das Haus MM/MM in Santa Cruz de Tenerife (1998), die Büros des Regierungspräsidenten (1999), elf Bungalows in El Guincho auf Teneriffa (2002), das Sportstadion von Santa Cruz de Tenerife (seit 2002) und das Schwimmbad an der Spree in Berlin (2004).

Der aufstrebende Architekt stellt sein Können nicht nur bei grossen und kleineren Bauformen unter Beweis, sondern er setzt sich auch intensiv mit Projekten im Bereich der Stadtplanung auseinander. Beispiel dafür ist der von Fernando Menis 2004 gewonnene Wettbewerb „Litoral/Seaboard Puerto de la Cruz“. Die geplanten Eingriffe erlauben eine Erweiterung und Wiederbelebung eines bedeutenden Teils des Hafens von Puerto de la Cruz. Im kleineren Massstab und basierend auf den Grundlagen des Ökotourismus sind Fernando Menis Projekte auf La Gomera: In Agulo werden eine Reihe von historischen Häusern erneuert, ergänzt und in kleine Hotels umgewandelt und somit ein Quartier geschaffen, das eine neue Verbindung zwischen den Einwohnern und den Besuchern herstellt.

Seine einzigartige Formensprache ist skulptural und kraftvoll und dennoch der internationalen Moderne verpflichtet. Seine Bauten fügen sich durch ihre Materialität organisch in die Topografie der Kanarischen Inseln und werden so zu markanten Zeichen. Diese Ansätze sind in vielen Einzelheiten seiner Arbeiten wieder zu finden. Die ablesbare Auseinandersetzung mit der Landschaft und der Materialität der vulkanisch entstandenen Insel hebt sein Werk wohltuend ab von den schnelllebigen Architekturen unserer Zeit und bezieht die gebaute Form wieder auf ihre Umgebung und nicht nur auf den Bauherrn.

Ende 2005 wurde auf Teneriffa das MAGMA Kunst- und Kongresszentrum eröffnet, mit dem Fernando Menis ein grandioses Bauwerk gelungen ist, das es mit allen Grossbauten, die gegenwärtig weltweit entstanden sind, in Qualität, Gestaltung und Funktion aufnehmen kann. Wo möglich, setzte er lokale Baumaterialien ein. Der raue Stein bringt das Bauwerk in Verbindung zu natürlichen Felsenformationen, aber auch zu einer nahezu archaischen Unverwüstlichkeit. Die ungewöhnliche Gestalt des gewichtigen Betonkörpers wurde schon kurz nach Fertigstellung zum markanten Wahrzeichen im Süden der Insel und fügt sich gleichzeitig wie selbstverständlich in die vulkanische Topografie der Landschaft ein. Fernando Menis hat bei diesem Projekt nicht nur die Funktion des Architekten eingenommen, sondern setzt sich auch stark für eine erfolgreiche Implementierung ein. Denn ihm liegt viel daran, dass nicht nur „l’architecture pour l’architecture“ entsteht, sondern dass das Potenzial des MAGMA Gebäudes möglichst ausgeschöpft wird; dies nicht nur als Touristenattraktion, sondern auch als lokale Institution, die von den Einheimischen akzeptiert und genutzt wird. Ein weiteres Projekt, dessen Endresultat man mit Spannung erwarten darf, ist die Erlöserkirche Santísimo Redentor Church in La Laguna, Teneriffa. Auch hier werden Elemente der Umgebung aufgenommen, dabei wird das Spiel mit natürlichem Licht und natürlicher Ventilation eine zentrale Rolle einnehmen.

Fernando Menis hat Gastprofessuren, gibt Workshops und hält Vorträge u.a. in Wien, Graz, Havanna, Berlin, Paris, Rom, Barcelona, Valencia, Leon, Castellon, Santiago de Compostela, Benicassim, Las Palmas de Gran Canaria, Santander, Adeje. Seine Arbeiten wurden u.a. in der Aedes Galerie Berlin ausgestellt (2006), an der Technischen Universität in Stuttgart (2006) und im Met Room Barcelona (2006) und in Gruppenausstellungen u.a. in Tenerife, Stuttgart, London, Alicante, Berlin, Las Palmas, New Delhi, Shanghai, Hamburg, New York (MoMa), CCCBarcelona, Biennale di Venecia (2006) gezeigt.

Menis Arquitectos
MAGMA Arte & Congresos

Stand: 27.5.2008
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